 Werder feiert den Punkt gegen Leverkusen wie einen Sieg. Frings sorgt für Irritationen. Bayer hadert, Adler "kotzt das an".
Es war ein gefühlter Sieg.
Lange Zeit sah es für Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen nach einer erneuten Pleite aus, doch durch zwei späte Tore gelang dem Team von Thomas Schaaf das kaum noch für möglich gehaltene Comeback.
Auch wenn bei den Hanseaten spielerisch erneut nicht viel zusammenlief, die Art und Weise wie das 2:2 gegen die Werkself zustande kam, sollte Werder im Abstiegskampf wieder Hoffnung geben.
Dank des Kraftakts gerieten auch die Störfeuer um das Karriereende von Torsten Frings in den Hintergrund.
Irritationen um Frings
Der Werder-Kapitän hatte in einem Interview mit der "Kreiszeitung Syke" seinen Rücktritt für kommenden Sommer angekündigt. Und gegenüber dem "NDR2" sagte er:
"Ich werde dieses Jahr 35 und ich hatte eine schöne Zeit und irgendwann muss ja auch mal Schluss sein."
Er fügte an: "Es macht schon noch Spaß, aber ich möchte den richtigen Zeitpunkt erwischen, ich möchte nicht zu lange spielen und noch vernünftig laufen können, wenn ich was anderes mache."
Jungspund Trinks in der Startelf
Bei "sky" relativierte er diese Aussage allerdings.
"Ich habe im Januar mit Thomas Schaaf und Klaus Allofs gesprochen, weil
ich überlegt habe, im Sommer aufzuhören. Aber hundertprozentig fix ist
da noch nichts", sagte der 34-Jährige: "Wir haben gesagt, wir schieben
meine Personalie nach hinten, weil sie nicht wichtig ist. Wichtig ist,
dass wir nicht absteigen."
Ohne den gelbgesperrten Routinier Frings, aber mit dem jungen Florian
Trinks, der erstmals in der Bremer Startformation stand, begannen die
Bremer.
Der U17-Europameister wurde von Coach Schaaf für Aaron Hunt aufgeboten,
der zunächst ebenso nur auf der Bank saß wie auch Marko Marin und Marko
Arnautovic.
Werder vermeidet Absturz
Durch das Remis gegen Leverkusen vermieden die seit nunmehr sechs
Spielen sieglosen Grün-Weißen zumindest den Absturz auf einen
Relegationsplatz. Sie rangieren jetzt mit 25 Punkten auf Rang 15 - drei
Punkte vor einem direkten Abstiegsplatz.
Dabei gelang es Werder dank eines Eigentors von Stefan Kießling (83.)
und einem Treffer von Sebastian Prödl (90.+1) bereits zum zweiten Mal
innerhalb weniger Wochen, ein Spiel in den Schlussminuten umzubiegen.
Eren Derdiyok (42.) und Kapitän Simon Rolfes (67.) hatten die Gäste zuvor scheinbar vorentscheidend in Führung gebracht.
"Es wird keine Ruhe geben"
Thomas Schaaf wirkte nach dem Schlusspfiff wie von einer Zentnerlast
befreit: "Wir haben in der Schlussphase viel riskiert und uns das
Selbstvertrauen über den Kampf zurückgeholt."
"Der Punkt bedeutet sehr viel für uns. Mir wären zwar drei Punkte lieber
gewesen, aber zumindest haben wir einen gesammelt, nachdem wir uns aus
einer sehr schwierigen Situation befreit haben", sagte der Bremer Coach.
Der 49-Jährige weiß jedoch um die bevorstehenden schweren Wochen und
stellte vorsorglich in Bezug auf das Umfeld fest: "Dennoch wird es in
Bremen keine Ruhe geben."
"Das kotzt mich an"
Leverkusen dagegen stand trotz großer Überlegenheit am Ende mit leeren Händen da.
Obwohl sich die Gäste im Weserstadion als das technisch reifere und
ballsicherere Team präsentierten, musste sich die Mannschaft von Jupp
Heynckes mit einem Punkt begnügen.
"Das kotzt mich an. Wir führen 2:0 und verspielen durch
Unkonzentriertheiten noch den Sieg. Man denkt, einige wollen gar nicht
in die Champions League. Wir spielen Bundesliga und nicht Bezirksliga,
da sollte jeder wissen, worum es geht", wetterte Leverkusens
Nationaltorhüter Rene Adler.
Simon Rolfes ergänzte: "Wir hatten den Sieg lange fest in der Hand. Ich
kann nicht erklären, warum wir in den letzten Minuten so passiv waren."
Für Bayer war es eine gefühlte Niederlage.
Quelle: Sport1.de
» 2 Kommentare
2Kommentar am Montag, 28. Februar 2011 17:14
Joa, das war ok. Nun noch naechstes Wochenende gegen Freiburg gewinnen und alle sind wieder gluecklich :o)
1Kommentar am Montag, 28. Februar 2011 11:16
Ein sehr wichtiger Punkt... super gefightet Jungs!
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